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Dr. Claudia Schöchlin


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Woher weiß ich, ob eine Therapie für mich in Frage kommt?

Es gibt eine Reihe von Symptomen und Erkrankungen, bei denen Psychotherapie helfen kann. Die wichtigsten sind: Ängste, Selbstwertzweifel, Arbeitsstörungen, immer wiederkehrende Gedanken oder Handlungen, Lustlosigkeit, Schlaflosigkeit, Alpträume, Beziehungsprobleme, chaotische Lebensverhältnisse, Probleme im Umgang mit Suchtmitteln, Eßstörungen, merkwürdige Gedanken und Phantasien, selbstschädigendes Verhalten, Probleme mit Sexualität, häufige Rückenschmerzen, Magen-Darmprobleme uvm. Zu allen Bereichen finden sich ausführliche Informationen im Internet. Jeder Punkt kann sehr schwach oder sehr stark ausgeprägt sein. Manchmal sind es eher die Freunde, die einen auf solche Punkte hinweisen als dass man sie selbst sieht.

In einer Beratung kann man klären, ob eine Therapie in Frage kommt und welche Möglichkeiten es gibt. Psychotherapie hilft dadurch, dass sie einem neue Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Dies ist ein langer und mühseliger Prozess. Manche Menschen meinen, dass sich der Partner oder die Gesellschaft verändern sollte. Das kann Psychotherapie nicht bewirken. Wenn man sich allerdings selbst verändert, wird dies auch eine Auswirkung auf den Partner haben. Manchmal sind Lebenssituationen auch sehr ungeklärt, z.B. bei hohen Schulden, chaotischen Lebenssituationen, Wohnungslosigkeit, etc. Hier kann es frustrierend sein, zum Psychotherapeuten zu gehen, da dieser im Normalfall keine konkrete Unterstützung anbieten kann. Deshalb ist es wichtig, in solchen Fällen genau zu klären, was man sich vom Therapeuten erwartet und alternative Unterstützungsmöglichkeiten aufzusuchen (z.B. sozialpsychiatrischer Dienst).

Grundsätzlich aber sollte jeder, der das Gefühl hat, dass er unter etwas leidet oder dass etwas nicht richtig läuft, die Möglichkeit in Betracht ziehen, sich psychotherapeutisch beraten zu lassen. Manchmal vergeht nach einer Beratung auch längere Zeit oder es folgt eine zweite Beratung, bis man sich dann doch zu einer Therapie entscheidet.


Wie kann ich eine Beratung in Anspruch nehmen?

Im Normalfall bietet jeder niedergelassene Psychotherapeut Beratung an. Diese Beratung ist auch Teil der Psychotherapie, falls diese darauf folgt. Diese Sitzungen nennen sich Probatorische Sitzungen. Hiervon sind je nach Verfahren / Versicherung maximal 5 oder 8 pro Therapeut möglich. Wenn Ihr Therapeut über eine Kassenzulassung verfügt, können diese Sitzungen abgerechnet werden. Dies gilt auch für Beihilfe-Patienten. Private Krankenkassen haben sehr unterschiedliche Regelungen; hierüber müssen Sie sich im Einzelfall selbst informieren. Ausserdem gibt es verschiedene Beratungsstellen, an die Sie sich wenden können.


Wahrscheinlich möchte ich eine Therapie machen. Wie finde ich einen Therapeuten/in?

Die Wege sind vielfältig. Telefonbuch, Internet, Bekannte, Kollegen, Lehrer, Ärzte fragen, Beratungsstellen. Welchen Weg Sie wählen, hängt sicherlich sehr von Ihrem Anliegen, Ihrer Persönlichkeit und auch etwas vom Zufall ab. Die Entscheidung für einen Therapeuten/in wird häufig im Endeffekt intuitiv nach Sympathie getroffen. Im Regelfall wird es wenig sinnvoll sein, sich für einen Therapeuten zu entscheiden, den man nicht leiden kann oder an dem man nicht auch wenigstens ein paar Dinge ansprechend findet.


Wie läuft der Beginn einer Therapie formal ab?

Im Rahmen der Probatorischen Sitzungen (s.o.) wird neben der Frage, ob eine Psychotherapie überhaupt sinnvoll ist und ob man sie gemeinsam durchführen möchte, die Symptomatik, der Hintergrund der Symptomatik, allgemeine Lebensumstände, Biographie und Therapieziele abgeklärt. Diese ersten Sitzungen haben im Grunde kein therapeutisches Ziel – auch wenn das Sprechen über die Probleme erleichternd wirken kann. Danach wird bei der Krankenkasse ein Antrag auf Psychotherapie gestellt. Antragsteller ist der Patient; die Antragstellung läuft aber über den Therapeuten ab, der auch einen Bericht schreibt. Aufgrund dieses Berichts wird von der Krankenkasse festgestellt, ob sie die Therapie genehmigt. Dieser Vorgang ist anonym, d.h., die Krankenkasse selbst erfährt nur, ob jemand Therapie macht, aber nicht, aus welchen Gründen. Bei Psychologischen Psychotherapeuten ist auch ein sog. Konsiliarbericht notwendig, in dem ein Arzt bescheinigt, dass einer Psychotherapie nichts im Wege steht.


Wie lange dauert eine Therapie?

Eine Kurzzeittherapie dauert bis zu einem dreiviertel Jahr. Ansonsten laufen kassenfinanzierte Therapien zwischen einem und drei Jahren, mit zwischen einer und drei Wochenstunden (abhängig vom Verfahren). Das von der Kasse bewilligte Kontingent muss nicht ausgeschöpft werden, man kann auch vorher aufhören. In einzelnen Fällen ist es sinnvoll, länger oder 4-stündig zu arbeiten. Dies ist dann eine Absprache zwischen Patient und Therapeut, die im offiziellen Kassensystem nicht vorgesehen ist.


Ich habe schon eine Therapie gemacht. Kann ich nochmal eine machen?

Grundsätzlich müssen zwei Jahre zwischen Ende und Neubeginn liegen. Ausnahme: Auftreten einer neuen „Diagnose“, ausgelöst z.B. durch ein schwerwiegendes Ereignis. Dies kommt aber sehr selten vor. Auch kann das Verfahren gewechselt werden: wer z.B. von psychoanalytischer Therapie auf Verhaltenstherapie umsteigt muss die zwei Jahre nicht abwarten. Selbstgezahlte Therapiestunden in der Wartezeit sind für die Krankenkasse nicht relevant.